Meine Puppenhaus - Geschichte

 

Hier ein kurzer Einblick, wie ich eigentlich zu dem Hobby gekommen bin.

 

Als Kind schenkte mir meine Omi von ihrem Dachboden wunderschönes altes Puppenmöbel, ca. aus dem Jahre 1900. Mit diesem hatte bereits meine Omi selbst und meine Mama gespielt. Irgendwie faszinierte mich dieser Wechsel innerhalb der Familie von Generation zu Generation. Auch ich werde dieses sehr gern an meine Tochter, wenn sie denn jemals groß genug dafür ist, weiter reichen.

Da die Mama und die Omi beide ziemlich ordentlich und behutsam mit dem Puppenmöbel wohl umgegangen waren, war es damals noch in einem ziemlich gutem Zustand. Zum Spielen war es mir irgendwie zu schade und ich bewahrte es als Kind schon wie einen ganz besonderen Schatz in meiner Kinderzimmeranbauwand auf. Natürlich ganz oben, weit weg von neugieren Fingern.

Selbst gespielt habe ich als Kind damit nicht. Dafür hatte ich mein praktisches Puppenhaus in DDR-Zeiten.

Mein Traum war es damals schon, ein Puppenhaus nach meinen eigenen Vorstellungen selbst zu entwerfen und zu bauen. Groß sollte es sein …Im Erwachsenen Alter, vor ca. 13 Jahren, erfüllte ich mir diesen Traum und legte nach einem notwendigen „Mädchen -Handwerkerlehrgang“ bei meinem Paps tatkräftig los.

Ich erhielt ebenso viel Unterstützung beim Zuschnitt des Rohbaus von meinen langjährigen Modelbau– und Tischler - Freund Dirk. Meine Freundin Moni, die die gleiche Hingabe zur Miniaturenwelt hat wie ich, unterstützt mich immer wieder mit hilfreichen Ideen.

Ich machte so viel wie möglich selber, unter anderem z. Bsp. stanzte ich mir die Dachziegeln, mit einem speziell für mich im Schwarzwald angefertigten Stanzwerkzeug, aus Dachpappe selber aus. Ich verlegte die Elektrik, baute Treppen, ahmte Deckenbalken nach, tapezierte, malerte und begeisterte mich mit jedem Handgriff immer mehr dafür. Die Bauzeit war ca. 1/2 Jahr und leider wurde es auch eines Tages fertig ;-) und die Bastelei wurde beendet.

13 Jahre später weis ich, was ich damals an dem Haus an kleinen und großen Fehlern gemacht habe. Es fehlt z. Bsp. die Treppe ins Dachgeschoß ( keine Ahnung wieso ich die vergessen habe, ;-) die armen Püppchen kommen nicht ins Bettchen ). Jedes Kind bemerkt dies sofort und ich ärgere mich darüber jedes Mal. Aus diesen und anderen Gründen habe ich im März 2015 begonnen ein für mich neues Puppenhaus mit allem drumunddran;-) zu bauen. Einzug soll am 1. Advent 2015 sein. Mal sehen ob ich den mir selbst gesetzten Termin schaffe.

Die Elektrik bereitete mir die ganzen Jahre immer wieder Ärger, da sie nicht so richtig funktionierte wie ich wollte.

Zur Weihnachtszeit 2009 erhielt ich endlich Unterstützung

und ´nen „Lehrgang“ dazu und seither kann ich es leuchten lassen, wie ich es mir von je her immer gewünscht habe.

DANKE Micha ! :-)

 

Ach und noch etwas in eigener Sache, also spielen, im Sinne von so richtig spielen, wie z.Bsp. Püppchen baden lassen oder so ;-), tue ich auch heut noch nicht mit meiner Puppenstube. Mein Spielen im Puppenhaus ist einmal im Jahr, wenn Großreinigung angesagt ist. Da werden meine Holzschätze gepflegt und geölt und vom Staub befreit.

 

Die Bastelei am Puppenhausstrom zur Weihnachtszeit 2009 weckte wieder die Freude an der Sache in mir und so entschloss ich mich zu Beginn diesen Jahres ab 01.03.2010 aus meinem Hobby einen Nebenjob zu machen und eröffnete meinen Ideenkeller. Leider erfolgte am 31.12.2014 die Schließung.

 

Trotz meiner zahlreichen Ideen und die Liebe zum Detail im Puppenhaus konnte ich mein Nebengewerbe nicht so umsetzen wie erhofft, trotz das meine Kunden Geduld, Zeit und Verständnis für so eine spezielle Anfertigung mitgebracht hatten.

Dennoch sind meine Häuschen was besonderes und einmaliges,hoffe ich :-)

 

Viele liebe Grüße und vielen Dank für das Interesse an meinen Seiten.

Köhlerliesels Puppenstuben